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Tipps zum Kauf des ersten Autos
Grundsätzlich sollte man sich überlegen:
- Benötige ich ein Dieselfahrzeug oder einen Benziner? Dieselfahrzeuge sind im Anschaffungspreis teurer, der Kraftstoff ist aber erheblich billiger, wenn auch die Besteuerung eines Diesels wesentlich mehr kostet im Vergleich zu einem Benziner. Fazit: Ein Dieselfahrzeug eignet sich nur für "Vielfahrer", es rentiert sich ab ca. 20000 km Fahrleistung pro Jahr.
- Wieviel Geld steht mir zur Verfügung ? Es ist wichtig, eine genaue Kalkulation zu machen, denn nicht nur der Kaufpreis ist zu erbringen, die laufenden Kosten (Steuer, Versicherung, Sprit, evtl. Reparaturen usw.) müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
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Weitere Fragen sind:
- Welche Motorleistung soll das Auto haben? (Je größer die Motorleistung, desto teurer ist die Unterhaltung!)
- Sind meine fahrerischen Fähigkeiten der Motorleistung gewachsen ?
- Hat das Auto einen Katalysator? (Wenn nicht, ist die zu bezahlende Steuer wesentlich höher und ich darf mein Fahrzeug bei Smogalarm evtl. nicht benutzen)
- Wie lange sind TÜV und AU noch gültig ?
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Die Papiere des Autos (Fahrzeugbrief):
- Hier sind alle Angaben zum Fahrzeug aufgeführt
- Vorsicht bei "getunten" Autos. Unbedingt kontrollieren, ob die Veränderungen (z.B. Verbreiterungen, andere Reifen, anderer Auspuff) in den Fahrzeugpapieren eingetragen sind. Wenn Ihr mit so einem Auto erwischt werdet, hat das Konsequenzen (Führerschein auf Probe)
- Im Fahrzeugbrief sind auch alle Vorbesitzer eingetragen. Je weniger, desto vertrauenerweckender! Hat ein Fahrzeug schon sehr viele Vorbesitzer gehabt, kann das evtl. eine Ursache haben.
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Das Auto genau anschauen:
- Ist es ein Unfallwagen? (In Ecken und auch im Motorraum schauen, ob evtl. andere Lackfarbe zu sehen ist!)
- Auto auf Roststellen überprüfen
- Verliert der Motor Öl? (Auf Ölflecken unter dem Auto achten, Motor überprüfen)
- Ist die Beleuchtung in Ordnung ?
- Sind die Stoßdämpfer o.k.? (z.B. an einer Stelle am Kofferraum oder an der Motorhaube das Fahrzeug 'runterdrücken; es darf nicht zu sehr schaukeln und muss sich wieder in die Ausgangsstellung bewegen)
- Sind die Bremsen o.k.? (Beim Durchtreten des Bremspedals im Stand muss sich ein Widerstand aufbauen, es darf sich nicht zu leicht zu weit durchtreten lassen)
- Ist der Auspuff in Ordnung? (Das Auto im Stand laufen lassen und auf Geräusche achten; es darf nicht rappeln, klirren, klappern o.ä.!)
- Windschutzscheibe auf Schäden überprüfen. (Evtl. kleine Löcher, Risse?)
- Die Reifen überprüfen. (Sind sie schadhaft? Ist es die richtige Bereifung? Ist Reifenprofil ausreichend?)
- Lenkung kontrollieren. (Im Stand das Lenkrad leicht bewegen und überprüfen, wieviel Spiel vorhanden ist, bevor die Räder reagieren. Es darf nicht viel Spiel da sein!)
- Wie ist die Ausstattung des Autos? (Servolenkung vorhanden? Wenn nicht, evtl. große Umstellung zum Fahrschulauto! Sitze gut? Evtl. schon durchgesessen - zu niedrige Sitzposition - folglich schlechte Sicht!)
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Versicherungen
Versicherungsarten:
Es gibt verschiedene Arten mit unterschiedlichen Leistungen.
- Haftpflichtversicherung
- Teilkasko
- Vollkasko
- Insassen-Unfall-Versicherung
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Haftpflichtversicherung:
- Diese Versicherung ist für jedes Kraftfahrzeug vorgeschrieben
- Sie übernimmt die Kosten des Geschädigten bei einem Unfall
- Es ist in jedem Fall ratsam, die Deckungssumme in unbeschränkter Höhe zu vereinbaren
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Teilkasko:
- Ist eine freiwillige Versicherung
- Sie haftet für:
- Diebstahl
- Glasbruch
- Wildschaden
- Sturm / Hagel / Überschwemmung / Blitzschlag
- Der Abschluss einer Teilkasko-Versicherung ist ratsam.
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Vollkasko:
- Ist ebenfalls eine freiwillige Versicherung
- Sie haftet für:
- Dieselben Schäden wie die Teilkasko
- Unfallschäden auch am eigenen Fahrzeug
- Vandalismus (z.B. Auto zerkratzt)
- Der Abschluss einer Vollkasko-Versicherung ist nur bedingt sinnvoll (siehe unter Tarife). Sinnvoll ist sie bei teuren und neuen Fahrzeugen. In einigen Fällen muss man allerdings eine Vollkasko-Versicherung abschließen:
- Leasing-Fahrzeuge
- Fahrzeuge, die finanziert werden
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Insassen-Unfall-Versicherung:
- Zusatzversicherung, die die Schäden der Fahrzeug-Insassen übernimmt
- Der Abschluss einer solchen Versicherung ist nicht unbedingt zu empfehlen, da die Schäden der Insassen sowieso von der Haftpflichtversicherung übernommen werden. Bietet lediglich zusätzlichen Schutz für den Fahrer des Fahrzeuges.
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Versicherungs-Tarife:
Die Tarife für die Versicherung eines Fahrzeuges gestalten sich individuell. Alle Fahrzeuge sind Typklassen zugeordnet, die jedes Jahr überarbeitet werden. Diese Typklassen sind bei allen Versicherungen gleich. Hinzu kommt noch die Regionalklasse, die bei den einzelnen Versicherungs- anbietern unterschiedlich ausfällt. Also muss ich mich für das entsprechende Fahrzeug bei mehreren Gesellschaften erkundigen, um das günstigste Angebot einzuholen. Bei den Zusatzversicherungen (Teilkasko, Vollkasko) muss man sich entscheiden, ob sie mit oder ohne Selbstbeteiligung abgschlossen werden.
- Ohne Selbstbeteiligung:
- Versicherungsprämie teurer, da die Versicherung den kompletten Schaden übernehmen muss
- Mit Selbstbeteiligung:
- Versicherungsprämie günstiger, da nur Schäden übernommen werden, die über der vereinbarten Summe der Selbstbeteiligung liegen
Gerade für Fahranfänger ist es wichtig, sich genauestens zu erkundigen, da die Prämie für Neueinsteiger bei bis zu 250 % liegen kann! Eine andere Möglichkeit, um die Versicherungsprämie für Fahranfänger nicht so teuer werden zu lassen besteht darin, das Fahrzeug als Zweitwagen beispielsweise auf den Namen des Vaters zuzulassen. Die Versicherungsprämie liegt dann bei ca. 125% (ist bei den Versicherungsgesellschaften unterschiedlich). Es werden auch Spar-Tarife angeboten, wie z.B. "Ladytarif, Garagentarif oder der Wenig-Fahrer-Tarif". Diese Tarife können mit Sicherheit interessant sein, müssen jedoch vor Abschluss gründlich auf ihre Bedingungen überprüft werden.
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Versicherungs-Kündigung:
Bei der Kündigung sind Vertragsvereinbarungen zu beachten, wie z.B.:
- Zum Quartalsende
- Nach Verkauf des Fahrzeuges
- Bei Fahrzeug-Wechsel
- Nach Schadensfall (Vorsicht: in vielen Fällen muss man trotzdem noch bis zum Quartalsende den Beitrag bezahlen)
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